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Weinhochschule Geisenheim: Wieso der Frühsommer in den Winter gehört!

Der winemaker-macher im Gespräch mit Simone Böhm, Lehrbeauftragte an der FH Rhein-Main, Fachbereich Weinbau, in Geisenheim.

Simon Böhm verrät den Zuschauern, was die „Wein-Uni“ bewegt hat, an einer Verbraucher-Messe wie der RegioWein teilzunehmen. Das Erstaunliche daran war, dass die Hochschule einen eigenen Weinbaubetrieb hat, der durchaus verwertbare Tropfen produziert und eben nicht nur der Ausbildung angehender „winemaker“ oder Weinbautechniker dient. Darüber hinaus schildert sie uns noch Ihre Sicht auf die internationale Konkurrenz oder was ein Jungwinzer beim Start ins Berufsleben beachten sollte.

Der Höhepunkt des Messeauftritts war jedoch ein mitgebrachter Weinberg mit Riesling, Silvaner, Müller-Thurgau und Spätburgunder (hier ein Link zum deutschen Weininstitut: Rebsorten). Nicht nur das die Pflanzen echt waren – nein, sie waren auch voll im Saft, d.h. grün wie im Juni und das Anfang März, draußen lagen 10 cm Schnee. Der Rätsels Lösung: Zuerst wurden die Reben vorzeitig in Winterschlaf versetzt, um sie dann ebenso frühzeitig wieder „aufzuwecken“ und im Gewächshaus den Frühling zu simulieren – und dann ab nach Mainz in die Great Wine Capital um zu zeigen was Geisenheim so drauf hat.

Wein-Uni Geisenheim: Grüner Demo-Weinberg mitten im Winter

Und warum hat Simone Böhm das alles organisiert? Zusammen mit Info-Weinkisten im XXL-Format und Vorträgen auf der Showbühne hat sich die Hochschule richtig ins Zeug gelegt um den, durch die Halle flanierenden, Weingenießern auch die theoretischen und praktischen Hintergründe der Weinbereitung näher zu bringen – ein 4 Tage Dauer-Weinbau-Seminar sozusagen.

Der echte Mainzer fragt sich dann doch, warum die „Wein-Uni“ im Rheingau und nicht in Mainz ist 😉