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laafeschoppeworschd- unnkunschd

Weinevents über Weinevents, mittlerweile ist das Angebot an Veranstaltungen rund um den Wein so groß, das man im wörtlichen Sinn die Qual der Wahl hat. Heute möchte ich einen von drei Events vorstellen, die am zu Ende gehenden langen Wochenende allein in meinem Heimatort Stadecken-Elsheim (http://www.stadecken-elsheim.de/home/) veranstaltet wurden. Das Wochenende ging los mit „Wein.Gut.Erleben“ im Weingut Udo und Timo Eppelmann (http://www.eppelmann.de/), weiter dann am Montag, 30.04. mit dem Rock in den Mai beim Weingut Gunter Bernhart (http://www.weingutbernhart.de/), um dann heute mit „laafeschoppeworschdunnkunschd“ auf dem Bilderweg, veranstaltet von KiStE, der Kulturinitiative Stadecken-Elsheim e.V. zu Ende zu gehen. Aber der Reihe nach:

Nach der Eröffnung des Bilderweges (https://www.kultur-kiste.de/veranstaltungen/?spec=bildwanderweg) in Stadecken-Elsheim im Mai 2016, organisierte KiStE nun genau zwei Jahre später, die erste Bilderweg-Wanderung. Auf zwölf Stationen und einer Länge von 5,6 km wurde heute an 6 Stationen von 11:00 – 16:00 Uhr der Rundweg durch die Weinberge, Selzwiesen und die beiden Ortsmittelpunkte bewirtschaftet. Es war ganz egal ob man rechts oder links herum wanderte und an welcher Stelle man loslegen wollte – am Ende kam man immer wieder am Startpunkt heraus. Parkmöglichkeiten gab es beim Getränkemarkt, REWE-Markt, am Sportplatz, an der Selztalhalle sowie auf dem Dorfplatz in Elsheim und an den Tennisplätzen in Stadecken.

KiStE organisierte auch drei geführte Touren um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr, mit Start an „Lisa´s Radlertreff“, am „Selztalradweg“ und am Ortsringweg in Stadecken. Die Künstler*innen Britta Jung, Annemarie Kijaszek und Thomas Brenner waren vor Ort und gaben bereitwillig Auskunft zu den Motiven.

Leider konnte, wie oben bereits angedeutet, nicht für jede Station ein Verein oder ein Weingut für die Bewirtung gefunden werden, diejenigen jedoch die sich engagierten wurden mit zahlreichen, zufriedenen Besuchern an Ihren Ständen belohnt.

An der Burgscheune in Stadecken gab´s Smoothies, Maibowle, Pastrami Sandwich, Fleischwurst aus Jennys Hart(h)er Küche (Landmetzgerei Harth, https://www.metzgerei-harth.de/) und Livemusik vom F-Trio. Gut gestärkt wanderte man durch den Woog in die Weinberge.

In der Elsheimer Blume wurden neue Weine und Prickelndes vom Weingut Cramer (http://www.weingut-cramer.de/) serviert. Weiter über den Hieberg den Heckweg hinunter, dort neben dem Kräutergarten von Harald und Uli (https://www.selztal-ultimativ.de/) lockten selbst gebackener Kuchen, Kaffee, süßes und herzhaftes Gebäck, Maibowle und eisgekühlte Liköre von Sandra Bader.

Bis zur Elsheimer Ortsmitte war es dann gar nicht mehr weit um auf der Piazzetta del Vino in der Ingelheimer Straße bei Aperol Spritz, Hugo, Secco, italienischer Salat vom Deutsch-Italienischen Partnerschaftsausschuss (DIPA) bewirtet zu werden. Den notwendigen Rebensaft hatte das Weingut Ralf und Volker Hamm (http://www.weinguthamm.de/) beigesteuert, die unter dem Motto: „Alt trifft Jung“ 3 Weine der gleichen Geschmacksstufe aus 2016 und 2017 bereit hielten.

Danach ging es weiter Richtung „11.000-Mägde-Mühle“, leider wurde diese Station am Selztalradweg nicht bespielt, denn hier wäre flüssige und feste Stärkung sicher ebenfalls gut angekommen. Vielleicht findet sich bei der nächsten Ausgabe ein Verein oder Winzer um hier sein Können zu zeigen?! Das nächste, relativ lange, Teilstück, entlang der Selz zur alten Selzbrücke (auch dort eine Bilderstation) blieb ebenfalls trocken.

An der Gemeindeverwaltung war dann aber die Welt wieder in Ordnung. Der Posthof, Weingut Doll-Göth (https://www.doll-goeth.de/) kredenzte seine Rebensäfte mit Spundekäs und Bretzel. Leider lag diese Station etwas im Abseits und trotz des zeitgleich stattfindenden Frühjahrsmarkts des örtlichen Kreativkreises war es nicht ganz einfach den Platz zu bespielen. Erika und Roland gaben Ihr Bestes und das merkte man auch.

Dem Ende entgegen, weiter über Talstrasse oder Bovoloner Allee zu Lisa´s Radlertreff am Ortsringweg. Die „Weinheiligen goes Lisa“. Sie brieten Burger und schenkten Wein vom Wambolder Hof (http://www.wambolderhof.de/) sowie weitere Getränke in der Saubach-Lounge aus. Dazu gab es Livemusik von Freakers Ball.

Was gefällt dem winemaker-Macher denn gerade an diesem Event?

Nun, es ist das etwas „andere“ Format der Veranstaltung. Nicht von Winzern oder einem Verein/Gruppierung von winemakern sondern von einem Kunst-Verein organisiert, findet hier eine Verbindung aus Kunst und Gaumenfreuden statt. Gänzlich abseits vom kommerzialisierten Weinfesttrubel (ich könnte jetzt einige auch an diesem Wochenende aufzählen, möchte hier aber niemanden „bashen“) ist es eine sehr gute Möglichkeit für innovative winemaker ihr Können und auch ihre Gastfreundschaft zu präsentieren und damit die Wanderer und Kunstliebhaber auf ihre Weingüter aufmerksam zu machen. Das ist wohltuend anders!

Sicher, es gibt auch ähnliche Konzepte an anderer Stelle, daher sei „laafeschoppeworschdunnkunschd“ hier auch nur beispielhaft erwähnt. Wichtig ist meiner Meinung nach aus den eingefahrenen Spuren auszubrechen, neue Möglichkeiten zu suchen und umzusetzen. Da ist dem Einfallsreichtum kaum eine Grenze gesetzt. Solange das Format authentisch bleibt, wird es sicher erfolgreich.